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Weiherkapelle bei Haslangkreit

Weiherkapelle bei Haslangkreit
Hl. Franz Xaver in Großhausen

Wir parken bei der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Großhausen, das urkundlich bereits 888 genannt ist. Unser Weg führt an der Abtismühle vorbei, die 1420 erstmals genannt wird und der Äbtissin von Kühbach gehörte. Auch hier hat die Paar zahlreiche Altarme hinterlassen. Auf dem gesamten Weg, besonders aber hier zeigt sich das Paartal als naturnahe Flusslandschaft, als ein großartiges Naturdenkmal. Obwohl die Straße nicht besonders befahren ist, verlangt sie trotzdem große Aufmerksamkeit. Gut 350 m nach dem Paarübergang zweigt nach links ein Feldweg ab, der uns ohne Probleme nach Paar führt. Gleich nach dem Ortseingang liegt der Paarer Weiher neben der Straße. Von weitem beherrscht das Paartal die Kirche St. Laurentius und Stephanus, ein architektonisch interessanter Bau aus den Jahren 1606/07. Schon die Vorgängerkirche war Grablege der Herren von Haslang. Mehrere bedeutende Epitaphien aus der Zeit der Spätgotik und der Renaissance sind erhalten.

Wo die Weiherholzstraße auf die Kreisstraße trifft, befindet sich am Stadel des Anwesens eine Mörtelplastik des 1899 gestorbenen Bartholomäus Ostermair, des „Saubartl“, die den hI. Wendelin zwischen zwei Kühen darstellt. In der Kurve biegen wir in die von-Haslang-Straße ab, die uns zur Weiherkapelle führt. Nach den letzten Häusern können sich Kinder auf einem tollen Spielplatz von den Wegstrapazen erholen. Von der Weiherkapelle, die neben dem Kreuter Weiher an der Straße von Paar nach Haslangkreit liegt, führt der Weg nach Haslangkreit und hier geradeaus weiter zur Schlossanlage, die am südwestlichen Dorfende liegt. Eine Tafel klärt über die Geschichte des Ortes und der ehemaligen Burg auf. Danach lässt sich der Ort als Rodungssiedlung Cruti bereits um 1008 urkundlich nachweisen. Der Name geht auf die Freiherrn, seit 1745 Grafen von Haslang, zurück, die vom frühen 14. Jahrhundert bis 1804 nachzuweisen sind. Wir sehen eine barocke Schlossanlage, die auf die Zeit um 1675/80 verweist und heute in Privatbesitz ist. Von den ursprünglichen Wassergräben ist noch ein kleiner Weiher übrig geblieben.
Wir folgen dem Weg, der rechts um das Schloss in die Paarauen führt. Bei der Paarbrücke schlagen wir den linken Weg vor der Brücke ein.

Biber fällt Baum Biber hinterläßt seine Spuren

Er begleitet den Fluss, der sich hier in zahlreichen Mäadern durch die Aue schlängelt. An der Kläranlage vorbei gelangen wir zur Hauptstraße. Wir gehen auf dem sie begleitenden Fußweg nach rechts. Unmittelbar vor dem Bahnübergang biegen wir links in eine breite, weiterhin geteerte Straße ein. Sie verlangt von uns zunächst etwas Geduld, müssen wir doch zwischen den Gleisen und dem Campingplatz am Radersdorfer See gehen. Aus der ehemaligen Kiesgrube stammen nicht nur Zähne vom Mammut, sondern auch Funde aus der Urnenfelderzeit (1150 - 800v. Chr.), die wohl auf zerstörte Gräber durch den Kiesaushub hinweisen. Doch bald endet die Zufahrtstrecke zum Campingplatz und unser Weg führt nunmehr als verkehrsfreies Sträßchen neben den Bahngleisen zurück nach Großhausen.

           7,1 km -> 2 Std.

           Weiherkapelle, St. Johannes Baptist (Großhausen)

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© Herwig & Ulrike | Letzte Aktualisierung: 13.08.2018
Idee & Realisierung: dermedienservice | Herwig Gailer

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